News

  

30.10.2019

  

Energieveranstaltung 2019: Heizungsersatz – auf erneuerbare Energien umsteigen und von Fördergeldern profitieren

 

Anlässlich der diesjährigen Energieveranstaltung kamen rund vierzig Personen ins Restaurant Neubad in Luzern. Thematisiert wurde seitens Dienststelle Umwelt und Energie das neue Energiegesetz, die zur Verfügung gestellten Fördergelder des Kantons sowie die damit in Zusammenhang stehenden kantonalen Richtlinien und Vorgaben.

 

In einem zweiten Teil wurde den Anwesenden das Analyse- und Planungsinstrument GEAK Plus vorgestellt. Mit dem Gebäude-Energie-Ausweis der Kantone (GEAK) wird einerseits der Energieverbrauch pro Gebäude bei Standardnutzung ermittelt. Anderseits werden im GEAK Beratungsbericht zwei bis drei objektspezifische Modernisierungsmassnahmen vorgeschlagen, wobei zu den Vorschlägen auch geschätzte Investitionskosten geliefert und die Wirtschaftlichkeit der Massnahmen geprüft werden.

 

Die komplexe Thematik wurde den Gästen mittels eines konkreten Beispiels erläutert. Die Oekumenische Wohnbaugenossenschaft Luzern (OeWL), die momentan verschiedene Sanierungsmassnahmen für zwei ihrer Bestandsliegenschaften prüft, hatte sich im Vorfeld bereit erklärt, die Türen für Interessierte zu öffnen. Vor der Besichtigung dieser beiden Liegenschaften erläuterte der Präsident der OeWL, Florian Flohr, die Vor- und Nachteile des Beratungsinstruments. Erwähnt wurde dabei u.a. auch der Zielkonflikt, in dem sich die Genossenschaften befinden. Ökologische Sanierungen kosten, wobei wertvermehrende Investitionen teilweise auch auf die Mieterschaft abgewälzt werden können. Ob das sozialpolitische Ziel der kostengünstigen Mieten oder das ökologische Bestreben höher gewichtet werde, liege letztlich im Ermessen jeder einzelnen Genossenschaft, so Flohr.

 

Im Rahmen der anschliessenden Besichtigung zeigte man energetische Schwachstellen der Liegenschaften und erläuterte Sanierungsvarianten am konkreten Beispiel.

 

Die Präsentation von Marco Lustenberger, Fachspezialist Energie bei der Dienststelle Umwelt und Energie, sowie die Präsentation von Moritz Kulawik, die durch Rouven Gallati vorgetragen wurde, finden Sie hier.