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Dekarbonisierung: Was jetzt zählt
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Dekarbonisierung: Was jetzt zählt

18.03.2026 – Dekarbonisierung ist für Baugenossenschaften machbar. Entscheidend sind Effizienz, Betrieb und eine koordinierte Umsetzung. Dies war die einhellige Meinung beim Energieanlass am 18. März in Luzern.

Mit den MuKEn 2025 steigen die Anforderungen an den Gebäudepark deutlich. Beim Energieanlass 2026 in Luzern zeigte sich jedoch, dass die Dekarbonisierung für Baugenossenschaften nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance ist. Dafür sind jedoch Strategie, Timing und das Zusammenspiel aller Akteure erforderlich.

Adrian Achermann, Geschäftsführer von WOHNEN SCHWEIZ, machte zum Auftakt deutlich, dass die Richtung vorgegeben ist. Entscheidend sei nun, wie die Umsetzung wirtschaftlich tragbar gestaltet werden könne.

Philipp Schnyder vom Umwelt- und Wirtschaftsdepartement (uwe) des Kantons Luzern ordnete die MuKEn 2025 als langfristigen Orientierungsrahmen ein. Die Vorgaben erhöhen die Verbindlichkeit und schaffen gleichzeitig Planungssicherheit. Förderinstrumente unterstützen Baugenossenschaften dabei, Investitionen gezielt umzusetzen. Für ihn ist klar: Wer frühzeitig plant, kann die neuen Anforderungen strategisch nutzen.

Effizienz im Bestand als erster Schritt
Für Alexandra Gilli von OekoWatt ist klar: Die günstigste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Entsprechend liegt der grösste Hebel oft im Bestand. Viele Liegenschaften weisen erhebliche, bislang ungenutzte Effizienzpotenziale auf, die sich häufig ohne grosse Investitionen erschliessen lassen. Dafür sind eine verlässliche Datengrundlage, ein konsequentes Monitoring sowie eine systematische Optimierung des Betriebs entscheidend.

Gebäudetechnik richtig betreiben
Daniel Imgrüth von Schnyder Ingenieure knüpfte daran an. Er machte deutlich, dass nicht die Technik allein entscheidend ist, sondern ihr Betrieb. In vielen Liegenschaften laufen Anlagen nicht im optimalen Bereich, wodurch Effizienzpotenziale ungenutzt bleiben. Bereits mit gezielten Anpassungen im Betrieb lassen sich oft rasch Verbesserungen erzielen, ohne dass unmittelbar grosse Investitionen notwendig sind. Seine Kernaussage bringt es auf den Punkt: Die beste Technik nützt nichts, wenn sie nicht richtig betrieben wird.

Thomas Scherrer von der Stadt Luzern zeigte auf, dass die Dekarbonisierung im lokalen Kontext stattfindet. Städte übernehmen dabei eine zentrale Rolle, indem sie Infrastruktur bereitstellen, Prozesse steuern und die verschiedenen Akteure koordinieren. Die Dekarbonisierung findet dabei nicht auf dem Papier, sondern vor Ort statt. Gleichzeitig verfolgt die Stadt Luzern eine klare Förderstrategie, die gezielt Anreize für den Umbau der Energieversorgung schafft und Investitionen in nachhaltige Lösungen unterstützt.

In der teils sehr angeregten Diskussion wurde deutlich, dass es keinen einzelnen Hebel gibt. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Effizienz, Technik, Betrieb und Planung. Fortschritt entsteht durch abgestimmte Schritte und nicht durch isolierte Einzelmassnahmen. Baugenossenschaften, Fachplaner, Städte und Kantone müssen deshalb eng zusammenarbeiten, um tragfähige Lösungen zu entwickeln. Wichtig ist, frühzeitig zu starten und die Umsetzung schrittweise voranzutreiben.

Zum Abschluss betonte Bruno von Flüe vom Regionalverband Zentralschweiz von wbg schweiz die Rolle der Baugenossenschaften als aktive Gestalter der Transformation. Der Austausch von Erfahrungen und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche seien zentrale Voraussetzungen, um die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Die Energiewende, so von Flüe, gelingt letztlich nur gemeinsam.

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