Portal
Aktionsplan Wohnungsknappheit
News

Aktionsplan Wohnungsknappheit

11.06.2026 – Der Aktionsplan Wohnungsknappheit kommt voran. Die Lage bleibt angespannt. WOHNEN SCHWEIZ fordert praxistaugliche Massnahmen und bessere Rahmenbedingungen.

Das Bundesamt für Wohnungswesen hat den aktuellen Stand des Aktionsplans zur Wohnungsknappheit veröffentlicht. Die Umsetzung schreitet voran, die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt jedoch angespannt.

Anfang 2024 wurde der Aktionsplan Wohnungsknappheit nach zwei Runden Tischen unter der Leitung von Bundesrat Guy Parmelin erarbeitet. An seiner Ausarbeitung waren Vertreterinnen und Vertreter von Kantonen, Städten und Gemeinden sowie der Immobilien- und Baubranche beteiligt. Ziel des Aktionsplans ist es, das Wohnungsangebot zu erhöhen und mehr qualitativ hochwertigen, preisgünstigen und bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen.

Laut der nun veröffentlichten zweiten Umfrage zur Umsetzung des Aktionsplans sind inzwischen 88 Prozent der Massnahmen in Umsetzung oder bereits abgeschlossen. Die Beteiligung an der Umfrage war mit 80 Prozent hoch. Zudem wurden erstmals auch die Kantone direkt einbezogen, von denen 20 geantwortet haben.

Dieser Fortschritt ist wichtig. Gleichzeitig zeigt der Bericht deutlich: Die Wirkung der Massnahmen wird erst langfristig sichtbar sein. Zwei Jahre nach Verabschiedung des Aktionsplans beurteilen 76 Prozent der Befragten die Lage auf dem Wohnungsmarkt weiterhin als sich verschärfend. Mehrere Akteure stellen fest, dass bisher keine konkreten Verbesserungen spürbar sind.

Zwischen Anspruch und Realität klafft eine wachsende Lücke

WOHNEN SCHWEIZ nimmt die aktuelle Mitteilung des Bundes zum Aktionsplan Wohnungsknappheit zur Kenntnis. Positiv ist, dass der Bund die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt anerkennt. Gleichzeitig zeigt die Mitteilung aber auch ein grundlegendes Problem auf: Während die Wohnungsknappheit zunimmt und der Handlungsbedarf weitestgehend anerkannt wird, ist das tatsächliche Engagement des Bundes in der Wohnraumförderung seit Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen.

Die Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Candinas zur Entwicklung der Wohnraumförderung macht deutlich, dass die Bundesausgaben in diesem Bereich von rund 367 Millionen Franken im Jahr 2000 auf etwa 36 Millionen Franken im Jahr 2025 gesunken sind. Dies entspricht einem Rückgang von über 90 Prozent.

Diese Entwicklung steht in einem offensichtlichen Widerspruch zur Situation auf dem Wohnungsmarkt. Seit dem Jahr 2000 ist die Bevölkerung der Schweiz um rund 1,8 Millionen Menschen gewachsen. Die Zahl der Haushalte ist überdurchschnittlich angestiegen, die Leerwohnungsziffer ist deutlich gesunken und die Kosten für Bauland, Planung und Bau haben sich stark erhöht. Die Herausforderungen sind heute somit wesentlich grösser als vor 25 Jahren, während das finanzielle Engagement des Bundes deutlich kleiner ist.

Aus Sicht von WOHNEN SCHWEIZ genügt es deshalb nicht, auf umgesetzte Massnahmen, Arbeitsgruppen und Koordinationsprozesse zu verweisen. Entscheidend ist, ob die Rahmenbedingungen tatsächlich dazu beitragen, dass mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht. Wenn das Engagement des Bundes heute auch nur annähernd die gleiche Bedeutung haben soll wie im Jahr 2000, muss die Wohnraumförderung nicht nur nominal, sondern auch unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums und der Kostenentwicklung deutlich stärker ausfallen. Je nach Berechnungsgrundlage würde dies heute ein Vielfaches der aktuellen Mittel erfordern.

WOHNEN SCHWEIZ fordert deshalb eine grundsätzliche Stärkung des wohnungspolitischen Engagements des Bundes. Die öffentlichen Hand kann die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt nicht allein lösen. Sie muss jedoch Rahmenbedingungen schaffen und Förderinstrumente bereitstellen, die der heutigen Marktsituation entsprechen und einen wirksamen Beitrag zur Schaffung und Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum leisten.

Die Wohnungsknappheit gehört zu den grössten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Umso wichtiger ist es, dass den Worten und Absichtserklärungen nun auch konkrete und substanzielle Taten folgen.

Waldis Berry BüroplanungAntriebslösungen, Antriebstechnik, motion ControlBüroeinrichtung ZürichAG kaufen, AG verkaufen und AG gründenBüroplanung LuzernBüroplanung ZürichBrandingBüroeinrichtung LuzernCreanetGunzwiler DestillatePhotovoltaikanlage, SolartechnikPhotovoltaik FassadeRenovationen & BauleitungEinbauschrank nach Mass für GenerationenAG Mantel kaufenHolzglastrennwändeHochwertige Produkte für Gesundheit, Fitness und Schönheit