Baugenossenschaften müssen ihren Bestand wirtschaftlich und sozialverträglich dekarbonisieren. Daniel Imgrüth von Schnyder Ingenieure zeigt, warum dabei eine klare Strategie entscheidend ist.
Die Dekarbonisierung des Gebäudeparks gehört zu den grossen Aufgaben der kommenden Jahre. Gerade für Baugenossenschaften ist sie mit technischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen verbunden. Mit den MuKEn 2025 steigt der Druck zusätzlich. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten, den Gebäudebestand schrittweise effizienter und erneuerbarer aufzustellen.
Für Daniel Imgrüth, Geschäftsführer von Schnyder Ingenieure und Leiter des Bereichs Energieberatung für Gebäude, ist klar, wo die grösste Herausforderung liegt: beim Ersatz fossiler Heizsysteme und ergänzend dazu bei der Produktion des eigenen Stroms. «Wenn man bedenkt, dass vierzig Prozent des Endenergieverbrauchs auf die Gebäude fallen und ein Drittel davon CO₂-Emissionen sind, dann liegt es auf der Hand, dass beim Heizungsersatz der grösste Handlungsdruck ist.»